Vielen Dank für Ihre Idee! Sie wurde in der Mobilitätskommission der Bezirksvertretung behandelt.
Eine flächendeckende Begegnungszone in der gesamten Josefstadt ist derzeit weder politisch noch budgetär realisierbar. Der Bezirk arbeitet aber daran, die Josefstadt für alle Verkehrsteilnehmenden vorteilhaft zu gestalten. Dabei wird Zufußgehenden und Radfahrenden besondere Aufmerksamkeit beigemessen und eine Kühlung, Begrünung und Steigerung der Aufenthaltsqualität im Straßenraum angestrebt.
An einer großflächigen Verkehrsberuhigung wird derzeit im Projekt Supergrätzl Breitenfeld gearbeitet, das im Gebiet zwischen Hernalser Gürtel, Alser Straße, Skodagasse/Florianigasse/Albertgasse und Josefstädter Straße mehr Raum zum Verweilen und für aktive Mobilitätsformen schaffen soll.
Aktuell befindet sich das Pilotprojekt Supergrätzl Favoriten in Umsetzung. Das Supergrätzl Favoriten hat gezeigt, dass für die Durchführung eine besonders hohe Komplexität gegeben ist, die mit entsprechenden Herausforderungen einhergeht. Daher führen die zuständige Dienststelle zunächst eine Prozessoptimierung, basierend auf den Erfahrungen und den laufenden Umsetzungsplanungen des Pilotprojekts Supergrätzl Favoriten, durch. Erst wenn diese abgeschlossen sind, sollen neue Supergrätzl-Projekte bearbeitet werden können.
Außerdem wird an der klimafitten Umgestaltung ganzer Straßenzüge gearbeitet. Ein
Fokus liegt derzeit auf der Achse Pfeil-/Zelt-/Josefsgasse, die gerade zur klimafitten Fahrradstraße umgebaut wird. Neben einer durchgängigen Rad-Verbindung von der Auerspergstraße bis zum Gürtel sind umfassende Maßnahmen zur Begrünung und Schaffung von mehr Verweil- und Aufenthaltsqualität für Nutzer*innen und Zufußgehende geplant. Entlang der Achse sind 30 neue Bäume sowie Mikrofreiräume und Sitzgelegenheiten vorgesehen. Alle Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.wien.gv.at/bezirke/josefstadt/verkehr/fahrradstrasse-pfeilgasse.html
Auch die Lerchenfelder Straße wird klimafit. Im Zuge eines Beteiligungsprozesses wurden mehr Grün für ein besseres Stadtklima und mehr Platz für Zufußgehende und Möglichkeiten zum Verweilen als Prioritäten definiert. Diese werden jetzt in einen Entwurf für die Umgestaltung gegossen, der im präsentiert und diskutiert werden kann.
Alle Informationen zum Umgestaltungsprozess finden Sie hier:
https://www.gbstern.at/themen-projekte/klimafitte-lerchenfelder-strasse/
Begegnungszone Josefstadt bis 2030
Von "Mitmach-Budget Josefstadt"
Zum Projekt

Ist die Josefstadt klein genug, um als ganzer Bezirk Begegnungszone zu werden? Seit 2013 ist die Begegnungszone in Österreich rechtlich definiert. In einer "Begegnungszone Josefstadt" ließen sich viele Ideen realisieren, die ich in den Einreichungen zum Mitmach-Budget gefunden habe. Der kleinste Wiener Bezirk soll bitte "groß" im Sinn der städtischen, österreichischen und europäischen Klimaziele denken. Und handeln.
Heidemarie Penz
http://www.begegnungszonen.or.at/index.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Begegnungszone
https://www.wien.gv.at/spezial/klimafahrplan/
https://www.oesterreich.gv.at/themen/bauen_wohnen_und_umwelt/klimaschutz/1/Seite.1000310.html
Offizielle Updates
Letztes Update: 12. Juli 2023
Veröffentlicht am 12. Juli 2023
Vielen Dank für die eingereichte Idee!
Sie wurde dem zuständigen Gremium in der Bezirksvorstehung, der Mobilitätskommission, zugewiesen, wo sie nun weiterbearbeitet wird. Sobald es Neuigkeiten gibt, melden wir uns.
Veröffentlicht am 16. November 2022
Kommentare(5)
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Profil von Dieter Schwab
Gepostet von:Dieter Schwab
vor 4 Jahren
dazu auch interessant: https://www.walk-space.at/index.php/projekte/fachexkursion/fachexkursion-graz-22
Profil von Heidemarie Penz
Gepostet von:Heidemarie Penz
vor 4 Jahren
@Dieter Schwab Danke, sehr wertvoll!
Ergänzend aus dem Masterplan Gehen, 2022, Seite 14, Flächennutzung:
"Die Josefstadt weist einen Grünraumanteil von unter 2 % auf und hat damit den niedrigsten Grünraumanteil Wiens. Das liegt an der dichten gründerzeitlichen Bebauung: mit einem Anteil der Bauflächen von 70 % liegt die Josefstadt deutlich über dem Wiener Durchschnitt von 36 %. Der Flächenanteil der Verkehrsflächen liegt mit über 28 % ebenfalls deutlich über dem Wiener Durchschnitt mit 14,5 % Anteil."
https://www.wienzufuss.at/wp-content/uploads/sites/3/2022/05/Masterplan-Gehen_Josefstadt_2022.pdf
Profil von Dieter Schwab
Gepostet von:Dieter Schwab
vor 4 Jahren
mit Umgestaltungen zumindest wie in Graz Lendplatz kann das schon etwas werden ...
Profil von Heidemarie Penz
Gepostet von:Heidemarie Penz
vor 4 Jahren
PS: Robert Braun vom Institut für Höhere Studien (IHS) in der Josefstädter Straße denkt in seiner Forschung sehr grundsätzlich über Automobilität nach und hat dazu einen Gastkommentar im STANDARD verfaßt:
"Automobilität: Die Pandemie auf Rädern"
https://www.derstandard.at/story/2000137153247/automobilitaet-die-pandemie-auf-raedern
Original und Informationen über den Autor:
https://www.ihs.ac.at/de/publications-hub/blog/pandemic-on-wheels/
Profil von Mario M
Gepostet von:Mario M
vor 4 Jahren
Eine Idee, die letztlich Klima und Umfeld gut tut, könnte ich mir vorstellen.
Da Gründerzeit AltbauWohnhäuser, ja einst unter anderen Verhältnissen errichtet wurden (es war kühler, die Stadtpläne war kleiner, es gab nicht der alt viel hitzespeicherne Flächen und die Natur generell war nicht derart zurückgedrängt vom Menschen und Temperatur isolierendes Material gegen Hitze und Kälte - war ja auch noch kaum erforscht und wurde ja praktisch NICHT WohnAltbauten zwischen Ziegelgemäuer und Verputz spendiert, obgleich wir das ja gut brauchen könnten heute, um nicht zuhause, wo man lebt, schläft und sich wohlfühlen möchte - sich wie in einem Sommerbackofen gefangen zu fühlen mittlerweile! Und ohne vernünftige und recht unaufwändig nachrüstbar Aussendämmung, dank der massiven Energiekostensteigerung - im Winter das heizen schwer leisten können wird, da die meissten Altbauten ja ungedämmt sind und man daher unnötig viel Energie verbrauchen muss zur Wohnungsbeheizung & und ohne Dämmung ja auch die immer heisseren und längeren Sommer eine Qual sind weil ungedämmte Ziegelwände der Altbauten gerade innerhalb des Gürtels - nun mal Sommerhitze und Winterkälte lange, lange speichern und Hitze, wie Kälte eben nach innen durchdringen und man dämmungslos - unmengen Energie verpuffen muss deshalb. Daher finde ich, dass Tempo 30 ja durchaus von aussen dem Klima nützlich sein könnte, gerade auch wenn Tempo 30, vielleicht Autofahrern den Wechsel auf Öffis und Fahrräder leichter macht, durch weniger Autos wiederum Raum für weniger Asphalt und weit mehr an Schatten und Sauerstoff spendenden Bäumen für Klima, Mensch und Tier bietet, was nützlichst und schön wäre, weiters steigt das Bewusstsein für Klima, Natur auch därer - die sich in der Stadt selbst garnicht mehr als Teil der Natur verstehen durch fehlenden Naturbezug - was für sich ebenso gut und nachhaltig für die Gesellschaft ist, für Altbaudächer für Energieautarkheit zb mit Solar Photovoltaikpabelen großflächig ausstatten, und gern dazwischen zb Begrünen damit zwischen Solarbereichen auch SchrägDachflächen durch Begrünung weniger Hitzespeichernde Flächen bieten in Wien, Altbauhausfrontflächen wie gesagt dämmen, usw...
Ich denke das wären schon wertige Ideen, Tempo 30 würde somit auch ich begrüßen, es trägt vermutlich wie auch meine aufgezählten Einfälle, für Klima, Lebensqualität, Wohlfühlen, Naturbewusstseinsfördering in der Stadt, dem Energie autark werden und einsparen bei, der Schaffung für Raum für natürliches - regionales - bio zu erhalten und dass unter Bäumen wo vorher das Eibe oder andere Auto zuviel stand, sicherere & deutlich umweltverträglichere Fortbewegung vieler die doch gerne von Autos auf Fahrrad und Öffis möchten auch aus Kosten gründen nebst unser aller Umwelt und die jenigen die zb beruflich oder krankheitsbedingt nicht vom Auto ab können - finden dann trotz Begrünung leichter Parkplätze - wenn sich die Autozahl deutlich senkt durch Verzicht dank wechsel.
Für jede Altersgruppe und Einkommensschicht - wäre all jenes doch eine Lebensqualität hebende Anpassung - an's Klima in Summe.
