C: Universum Rothneusiedl ‒ Land findet Stadt
Von "Stadtentwicklung RothNEUsiedl"
Zum Projekt

Planungsidee im Detail ansehen
Alle vier Planungsideen gibt es auch als digitale Dauerausstellung auf rothneusiedl.wienwirdwow.at/planungsideen.
Wer steht hinter der Planungsidee?
Architektur | Städtebau: StudioVlayStreeruwitz ZT GmbH, Wien
Landschaft | Freiraum: DnD Landschaftsplanung, Wien
Verkehrsplanung: FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH, Wien
Das ist die Idee
Weder Stadt noch Land, sondern ein noch nie dagewesener Ort soll in Rothneusiedl entstehen. Es soll Bestehendes erneuert werden, indem Neues in die vorhandene Umgebung eingebracht wird. Die Weite der Felder bleibt erhalten, während gleichzeitig klimafreundliche dichte städtische Bereiche entstehen. Im Norden wird ein großer grüner Freiraum geschaffen, während im Süden die Gebäude geplant sind. Diese beiden Bereiche sollen sich wie Finger miteinander verschränken. Die Gestaltung des Grüns beeinflusst die Form, die Größe und den Charakter der Gebäude und Quartiere maßgeblich. Es werden viele verschiedene Zentren geschaffen, die dem Gebiet eine Vielzahl von einzigartigen Orten verleihen. Im Erdgeschoß der Gebäude werden vielfältige belebende Nutzungen ermöglicht. Das Stadtentwicklungsgebiet antwortet konsequent auf die aktuellen Anforderungen an Nachhaltigkeit.
Welche ersten Überlegungen zu den Ansprüchen an RothNEUsiedl finden sich in der Planungsidee?
Klimapionierin
- Freiraum im nördlichen Teil und verdichteter südlicher Teil greifen wie Finger ineinander
- Fünf zentrale Punkte an den „Fingerspitzen“ als Anlaufstellen für die Gartenpflege
- Drei wichtige Querdurchwegungen im Stadtviertel: Die Super-Rambla (lebendiges grünes Mobilitätsband), die Garten-Promenade und der Stadt-Land-Boulevard zur Verbindung der Bereiche
- Grüner Rand und Raum für zukünftiges Wachstum im „produktiven Quartier Südost“
- „Freiraum-Läufer“ entlang bestehender Hecken
- Wasserwege in Nord-Süd-Richtung, Wegenetz in Ost-West-Richtung
- Neun Pocket-Forests/Food-Forests (essbare Stadt) als grüne Zentren in den großen Wohnquartieren
- Netzwerk von Grünflächen anstelle eines Straßenrasters: Rad- und Fußwege im Schatten der U-Bahn-Trasse, fünf Mobilitätshubs
Lokale Versorgerin
- Innovative Energie- und Ressourcengewinnung unter den Hochspannungsleitungen
- Betriebszonen und Infrastruktur für nachhaltige und klimaneutrale Versorgung
- Nutzbare Flächen für Landwirtschaft, Community-Gardening, Schafweiden, öffentliche Obstbäume/Obsthaine, kleine Pavillons, Kioske und Stallungen
- Markthalle im Zentrum mit lokalen und regionalen Angeboten
- Quartiersübergreifende und verlustfreie Bereitstellung thermischer Energie für Wärme und Kälte in einem Anergienetz
- Anlage zur Herstellung von Pflanzenkohle aus Biomasseabfällen zur CO2-Bindung
Soziale Wegbereiterin
- Zwei Quartierszentren für Nachbarschaftsaktivitäten
- Neun Nachbarschaftshaine: Grünflächen mit Gemeinschaftsangeboten
- Fünf „Mikroquartiere“ mit zentralen Freiräumen
- Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten im Schatten der U-Bahn-Trasse
- Vier große Bildungseinrichtungen an den Ecken des Zentrumsfeldes nahe dem Freiraum
- Durchgrünte Mobilitätslinien als prägende Orte sozialen Lebens, zum Beispiel die 85 Meter breite Super-Rambla (lebendiges grünes Mobilitätsband): Intensivierung von aktiven Orten (z. B. Sportbereiche nahe Sportzentren/Schulen) und Entlastung von ruhigen Bereichen (z. B. Pavillons in Lichtungen)
Was sagt die Jury dazu?
„Die Arbeit stellt ein qualitativ hochwertiges städtebauliches Konzept dar, in dessen Zentrum die Vernetzung von Grünraum und Bebauung steht. Uns hat das Projekt unter anderem wegen seiner großzügigen Einbindung der ‚grünen Visitenkarte‘ im Norden (Bereich an der Rosiwalgasse) überzeugt. Durch die klare Struktur der Baufelder wird einerseits eine effiziente Erschließung ermöglicht, andererseits eine Quartiersbildung durch die Integration und Anbindung der Freiräume. Spannend ist auch der großzügige Grünraum im Süden, der ein vielfältiges Angebot (u. a. Erlebnisbereich, Sport, ökologische Bereiche) bietet und zudem einen angemessenen Übergang zum Betriebsgebiet darstellt. Wir sind neugierig auf die vertiefende Weiterbearbeitung des Konzepts.“
Was sagen die Bürger*innen dazu?
Von 29. September bis 15. Oktober hatten Interessierte beim Infowochenende am Zukunftshof und mittels Umfrage hier auf mitgestalten.wien.gv.at die Möglichkeit, Feedback zu den vier Planungsideen abzugeben. Die gesammelten Rückmeldungen zu Planungsidee C findest du hier.
