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Digitale Heimat Wien 2030

Von "Open Government Data (OGD)-Ideensammlung"

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🩵 1. Leitidee – Worum es geht

Digitale Selbstbestimmung beginnt lokal.

Wir stehen an einem Wendepunkt: Unsere Kommunikation, unsere Daten, unsere Kultur und unser Wissen werden zunehmend von globalen Plattformen kontrolliert, die weder demokratisch legitimiert noch transparent sind.

Doch wir können das ändern – indem wir eine verlässliche, offene und menschliche digitale Infrastruktur selbst aufbauen.

Dieses Projekt ist der erste Schritt:

Ein dezentral organisiertes, modulares Netzwerk, getragen von Universitäten, öffentlichen Einrichtungen, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen in Österreich – und offen für alle, die Verantwortung übernehmen wollen.

Es geht nicht um Konkurrenz zu den bestehenden Systemen.

Es geht um Souveränität, Sicherheit, Vertrauen und Zukunftsfähigkeit.

Um die Wiederherstellung von öffentlichem, gemeinsamem digitalen Raum.

⚙️ 2. Warum das notwendig ist

Das derzeitige digitale Ă–kosystem ist instabil und unsicher.

Zentrale Plattformen bündeln Macht, Informationen und Einfluss – intransparent, ökonomisch getrieben und politisch riskant.

Daten werden kommerzialisiert, Kommunikation polarisiert, und Vertrauen zerbricht.

Gleichzeitig wachsen Abhängigkeiten: Schulen, Verwaltungen, Medien und selbst Forschungseinrichtungen sind auf private Strukturen angewiesen.

Das ist nicht nachhaltig, nicht demokratisch, nicht resilient.

Wir brauchen eine Alternative, die technisch kompetent, sozial tragfähig und ökologisch verantwortbar ist.

Eine, die lokale Ressourcen – Wissen, Energie, Menschen, Räume – bündelt, statt sie zu zerstreuen.

Eine, die nicht nur repariert, sondern neu denkt: solidarisch, transparent und offen.

🌍 3. Die Vision – Was wir bauen

Wir schaffen ein föderiertes Netzwerk öffentlicher und zivilgesellschaftlicher Serverknoten, die gemeinsam eine sichere, offene Kommunikations- und Wissensinfrastruktur bilden.

Jeder Knoten – etwa eine Universität, ein Amt, eine NGO, ein Bezirk – betreibt sein eigenes System, das sich mit anderen vertrauensvoll synchronisiert und koordiniert.

Gemeinsam entsteht daraus:

  • Ein sozialer und kultureller Raum, der Dialog statt Spaltung fördert
  • Eine technische Basis, die Wissen, Bildung, Verwaltung und Kultur lokal verankert
  • Eine nachhaltige digitale Struktur, die auch in Krisen funktioniert

Technische Leitprinzipien:

  • Open Source & Transparenz
  • Dezentrale Architektur & modulare Erweiterbarkeit
  • Hoher Datenschutz & lokale Datensouveränität
  • Energieautarke Hauptknoten mit regionaler Versorgung
  • Offline-Fähigkeit & sichere Synchronisation im Notfall (z. B. ĂĽber Funkfeuer)

Soziale Leitprinzipien:

  • Barrierefreiheit & Inklusion
  • Partizipation & offene Governance
  • Bildung & Medienkompetenz
  • Vertrauen & Resilienz

🤝 4. Umsetzung – Wie das gelingt

Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn alle verfügbaren Ressourcen – technisch, sozial, institutionell und kreativ – bewusst gebündelt werden.

Es ist keine Vision fĂĽr eine kleine Gruppe, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.

Deshalb:

  • werden bestehende Open-Source-Systeme (Matrix, Mastodon, Nextcloud, Solid u. a.) geprĂĽft, kombiniert und angepasst,
  • werden öffentliche Institutionen (Universitäten, Gemeinden, Ministerien) als Knoten und Multiplikatoren eingebunden,
  • wird zivilgesellschaftliche Kompetenz (Hackerinnen, Aktivistinnen, KĂĽnstlerinnen, Pädagoginnen) aktiv integriert,
  • und lokale, erneuerbare Energiequellen zur dauerhaften Infrastrukturabsicherung genutzt.

Das Ziel:

Ein funktionierendes, belastbares, vertrauenswürdiges System, das dem Status quo nicht nur moralisch, sondern technisch, ökonomisch und sozial überlegen ist.

🧭 5. Der Weg – Pilotphase und Perspektive

Phase 1 (2025–2026):

Konzeption, Partnergewinnung, technologische Evaluation, Aufbau eines ersten Pilotnetzes in Wien.

Phase 2 (2026–2028):

Erweiterung auf Universitäten, Bezirke, NGOs und Kulturinstitutionen.

Beginn der föderierten Synchronisation und barrierefreien Plattformentwicklung.

Phase 3 (2028–2030):

Stabilisierung, Dokumentation, offene Bereitstellung des Frameworks für andere Städte und Regionen.

Dieses Projekt ist nicht zentral gesteuert, sondern koordiniert durch Vertrauen und geteilte Verantwortung.

Jede teilnehmende Einrichtung bringt ihre Stärken ein – technisch, organisatorisch, sozial.

💬 6. Mitmachen – Verantwortung teilen

Wir suchen:

  • Institutionen, die Server oder Knoten betreiben können
  • Entwickler:innen, die offene Infrastrukturen mitgestalten
  • Forschende, die Wirkung und Nachhaltigkeit evaluieren
  • Organisationen, die digitale Teilhabe fördern
  • Menschen, die verstehen, dass es ohne gemeinsames Handeln keine digitale Zukunft gibt

Dieses Projekt lebt von Kooperation, Transparenz und dem Willen, Verantwortung zu ĂĽbernehmen.

Digitale Selbstbestimmung ist kein Luxus – sie ist Überlebensnotwendigkeit.

✴️ 7. Was uns leitet

Technik darf kein Machtinstrument sein, sondern muss Werkzeug der Freiheit, Bildung und Menschlichkeit bleiben.

Wir glauben, dass eine Gesellschaft, die ihre digitalen Räume selbst gestaltet,

auch ihre Zukunft selbst gestalten kann.

Das ist kein Traum.

Das ist Arbeit, Mut und Gemeinschaft.

Und sie beginnt jetzt.

đź’  (Kontaktinformationen, anonyme Projektadresse oder QR-Code-Link zur Infoseite folgen nach Bedarf)

Offizielle Updates

Letztes Update: 9. Oktober 2025

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Themen

Nachhaltige Entwicklung
Energie und Technologie
Öffentliche Räume und Gebäude
Soziale Inklusion
Entwicklung der Gemeinschaft
Ă–ffentliche Dienste
Mobilität

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