Eva Simsic & Martina Hejduk
Von "Margaretner Frauenpreis 2026"
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Eva Simsic und Martina Hejduk sind die Initiatorinnen der Nachbarschaftsinitiative "Lebenswerte Zentagasse" und setzen sich mit ihrem ansteckendem Engagement beharrlich für eine lebenswertere, grünere und buntere Nachbarschaft ein.
2020 begannen Eva und Martina mit einer einzelnen Pflanze zur Begrünung des Gehsteigs vor ihrem Wohnhaus in der Zentagasse - und brachten damit eine gemeinschaftliche Begrünungsaktion ins Rollen, an der sich stetig immer mehr Nachbar*innen mit eigenen Pflanzen beteiligten. 2022 entstand auch eine Grätzloase als neuer Treffpunkt im ansonsten eher grauen, und von viel Durchzugsverkehr geprägten Straßenraum. Der gemeinsam mit Mitstreiterinnen errichtete "ZentaGarden" ist intensiv begrünt und liebevoll gestaltet. Die Grätzloase lädt zum Verweilen ein und ist ein beständiger Ort des Austauschs und Kennen lernens für die vielfältigen Grätzlbewohner*innen geworden - selbst für solche, denen das Parklet anfangs noch etwas suspekt war.
Die Grätzloase lieferte den Anstoß für die Gründung der Initiative "Lebenswerte Zentagasse", die von Nachbar*innen und lokalen Geschäftstreibenden unterstützt und mitgetragen wird. Mit regelmäßigen Veranstaltungen und Festen inkl. Fahrrad-Paraden in Kooperation mit der Radlobby Wien zeigt die Initiative das große Potential auf, das in Wohnstraßen wie der Zentagasse schlummert - und dank des gemeinschaftlichen Engagements der Anwohner*innen zunehmend sicht- und spürbar wird.
Martina und Eva setzen sich mit der Initiative und ihrem "Verein für eine lebenswerte Zentagasse" auch auf Bezirksebene für eine langfristige Verkehrsberuhigung und bauliche Umgestaltung sowie Begrünung der Zentagasse ein. Mit der Petition "Lebenswerte Zentagasse", die mehr als 500 Unterstützer*innen hat, fand das Anliegen der Zentagassen-Anwohner*innen im Petitionsausschuss Gehör. Die Beharrlichkeit der Initiative sorgte auch bereits für einen ersten Erfolg in puncto Verkehrsberuhigung: Seit Herbst 2025 fahren überregionale Buslinien nicht mehr durch die Zentagasse stadtauswärts.
Wann und ob es zu einer umfassenderen Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Zentagasse kommt, ist noch nicht klar. Doch bis dahin plant die Initiative weitere eigenständige Begrünungsmaßnahmen, Veranstaltungen und Interventionen. Denn Eva, Martina und ihre Mitstreiterinnen haben mit ihrer anhaltenden Motivation und ihrer klaren Vision bereits deutlich dazu beigetragen, das Zentagassen-Grätzl zu einem lebenswerteren Ort zu machen. Sie zeigen, dass gemeinschaftliches Engagement wirkt - und ansteckend ist.
