flexible Mobilität in Strebersdorf ermöglichen - weg von der Autofixiertheit
Von "21er Klimateam"
Zum Projekt

Das ist meine Idee
Wir in Strebersdorf hängen an unseren Autos – in manchen Familien, besonders wenn die Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht gut ist, gibt es sogar zwei oder noch mehr davon. Aber macht das wirklich Sinn? Mittlerweile ist das eigene Auto ganz schön teuer, und eigentlich brauchen wir es nur manchmal – und dann vielleicht auch nur zum Einkaufen, für kurze Strecken. Es steht nur herum, ist das nicht absurd?
Kommerzielle Car-Sharing-Anbieter lassen sich allerdings in Transdanubien nicht blicken. Die Strebersdorfer – insbesondere die sehr wohlhabenden in der Nähe des Bisambergs - müssen erst davon überzeugt werden, dass es auch ohne (Zweit-)Auto geht! Aber wie?
Klimaidee: Wir brauchen Angebote für klimafreundliche Mobilität, die uns zeigen, dass es ohne eigenes Auto auch geht, und zwar leichter, billiger, gesünder und klimagerechter!
Das geht durch
- die Einrichtung von mehreren neuen Mobilitäts-Zentren, mit einem öffentlich organisierten und gemeinwohl-orientierten Car-sharing-Angebot, an denen auch die bereits existierenden Leihräder und neu auch Lastenräder für alle gegen leistbares Entgelt verfügbar sind
- gratis zirkulierende E-Busse (Citybusse), die von der S-Bahn-Station Strebersdorf zum Bisamberg im Kreis fahren – als verlässliche und bequeme Zubringer zur Schnellbahn und zu den Einkaufs- und community-Möglichkeiten am „Eingang“ von Strebersdorf
Dieser leicht verfügbare Zugang zu Mobilität macht das eigene Auto (zumindest aber das Zweit-Auto!) komplett überflüssig! Wer würde so dumm sein, viel Geld für ein eigenes Auto auszugeben, wenn er/sie so leicht und flexibel zu den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt und, wenn notwendig, ein verlässliches Car-sharing-Angebot nutzen kann?
Wie schützt sie das Klima?
Weniger Autoverkehr bedeutet weniger CO2-Ausstoß.
Beim Klimaschutz kommt dem Individualverkehr eine Schlüsselrolle zu. In der Vergangenheit wurde vieles, in der Stadtplanung, aber auch in unseren Leben, auf den Autoverkehr ausgerichtet. Gerade am Stadtrand ist man nach wie vor auf das eigene Auto stark angewiesen. Damit Klimaschutz-Maßnahmen Erfolg haben können, müssen wir uns aus der Abhängigkeit vom eigenen Auto lösen, denn wir werden nicht alle E-Autos haben können.
Bei unserer Autofixiertheit gibt es ein starkes psychologisches Moment. Nur wenige sind bereit, „ihr Auto aufzugeben“. Eine solche Verhaltensänderung tut weh, da wir das eigene Auto so lieben. Es braucht einen Ersatz dafür – nämlich Anreize und erfreuliche, leichte Möglichkeiten, wie wir Wege, die wir bis jetzt mit dem Auto zurückgelegt haben, anders und klimafreundlicher zurücklegen können.
Wem kommt sie zu Gute?
Die Idee kommt allen zugute:
Reduziert sich der Individualverkehr, entsteht mehr Platz für andere Zwecke und größere Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer*innen.
Viele heute verparkte Flächen können dann wieder Teil des öffentlichen Raums werden! Dadurch wird erst sichtbar, dass es für alle ein Gewinn wäre, wenn flexible, verlässliche und leicht zugängliche Mobilitätsangebote zur Verfügung stehen!
-> Der öffentliche Raum kann vom reinen Durchzugs-Transit-Raum wieder mehr zum begrünten Aufenthaltsraum werden. Straßenzüge können völlig als Rad- und Gehwege gewidmet werden, und es können neue, attraktive Gehwege entstehen, die kurze Autofahrten überflüssig machen, weil es schön ist, zu Fuß zu gehen.
Nicht zuletzt bedeuten weniger Auto-Abgase auch gesündere Luft, was besonders für Kinder und alte Menschen eine entscheidende Erhöhung der Lebensqualität mit sich bringt.
Auf dem beigefügten Bild habe ich mit der blauen Linie eine mögliche Fahrtroute für den kreiselnden Dorfbus eingezeichnet, die grünen Punkte wären die Orte der Mobilitäts-Zentren, an denen Car-sharing, Lastenräder und Leihräder zur Verfügung stehen.
