Gemeinschaftlich Kompostieren in Ottakring
Von "16er Klimateam"
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Beim gemeinschaftlichen Kompostieren sammeln Nachbar*innen ihren Biomüll und verwandeln ihn direkt vor Ort in wertvollen Dünger für ihre eigenen und Pflanzen in der Nachbarschaft. Die Sammelcontainer stehen im öffentlichen Raum und sind für alle beteiligten zugänglich. Bei Kompostaktionstagen wird der Kompost gemeinsam gepflegt und geerntet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schließen von Ressourcenkreisläufen. Der gewonnene Biodünger wird von den Nutzer*innen verwendet und energie-intensive Substrate, die normalerweise zugekauft würden, können ersetzt werden. Im Kompost gebundenes CO2 bleibt im Kreislauf gebunden. Kompost, der dirket vor Ort eingesetzt wird, spart zudem Transportwege.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umweltbildung. Menschen, die sich bisher kaum mit Biomüll als Ressource beschäftigt haben, lernen über Abläufe im Kompost - Abbau- und Umbauprozesse – und auch über Mülltrennung im Allgemeinen. Darüber hinaus werden weitere Umweltthemen wie Lebensräume von Kleintieren und biologischer Gemüsebau angesprochen. Das gilt sowohl für die Zielgruppe, die mitkompostiert als auch für Passant*innen, die bei den Kompostaktionstagen neugierig stehen bleiben und Fragen stellen.
Eine gemeinschaftliche Kompostanalge braucht nur 3-4 m² und findet in jedem Grätzel Platz. Es braucht nur ein paar Interessierte und ein bisschen anfängliche Begleitung und Vermittlung von Kompostwissen.
Der Verein Gartenpolylog hat bereits zwei Pilotanlagen im 15. und 22. Bezirk initiiert. Die Nutzer*innen produzieren seit bald 2 Jahren ihren eigenen Biodünger.
