Mobilitätberatung und Offensive
Von "18er Klimateam"
Zum Projekt
Der Begriff „Modal Split“ bezeichnet die Aufteilung der Verkehrsleistung pro Person auf die verschiedenen Mobilitätsformen. 2021 wurden in Wien etwa 26% der Verkehrsleistung (also aller Fahrten zusammen) mit dem PKW erzielt. 35% der Verkehrsleistung wurden zu Fuß erzielt, 30% mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 9% mit dem Fahrrad.
Um die Klimaziele zu erreichen, ist es nötig, klimaschonende Mobilitätsformen zu fördern und klimaschädliche zu vermeiden. Es ist, was den PKW betrifft, nicht ausreichend, diesen innerstädtisch gegen einen elektrisch betriebenen auszutauschen. Klimarelevanz hat nicht nur der Betrieb (also das Fahren) eines PKW – und damit bei fossil betriebenen PKWs das Verbrennen von Benzin oder Diesel – sondern auch die Herstellung eines PKW. Auch elektrisch betriebene PKW sind nicht klimaneutral in der Herstellung – zumindest noch für längere Zeit.
Daher ist es nötig, den Modal Split weiter Richtung weg vom PKW hin zu anderen Mobilitätsformen zu verschieben. Ein besonderes Problem für viele dabei ist, dass sie glauben, auf einen PKW angewiesen zu sein. Sie können sich nicht vorstellen, auf einen solchen zu verzichten oder diesen mit anderen Personen fallweise zu teilen.
Daher der Vorschlag eine Mobilitätsberatung & Werbekampagne zum Thema „Frei vom Auto“ von der Stadt Wien ausgehend umzusetzen. Diese sollte in etwa folgende Aspekte berücksichtigen:
- Stadt der kurzen Wege: Alternativen zu täglich mit dem PKW gemachten Wege auf Wege in nächster Umgebung. Etwa lokale Einkaufsmöglichkeiten im Vergleich zu Shopping-Centern – Zeit und damit Kostenersparnis aufzeigen.
- Wegeoptimierung: Verknüpfung von Wohn-, Arbeits-, Schul- oder Kindergartenort untersuchen und optimieren.
- Alternativen für fallweisen Transportbedarf: Zahlreiche Car-Sharing Modelle und Anbieter vergleichen, Einfachheit & Komfort des Ausborgens klarstellen. Andere Mobilitätsformen, etwa E-Lastenräder (inkl. Kostenloser Grätzlräder), Lieferservice, Abholservice, Personentransportservice.
- Öffentlicher Verkehr: Vorteile des Nutzens der Zeit in den Verkehrsmitteln darstellen im Vergleich zum Zeitverlust in PKWs.
- Kostenwahrheit und soziale Gerechtigkeit: Genüberstellung der Kosten privater PKW mit alternativen Mobilitätsformen. Darstellen, wann ist privater PKW kostengünstiger, wann nicht.
- Aktive Mobilität: Vorteile inklusive der gesundheitlichen Aspekte der aktiven Mobilität aufzeigen.
- Freie Wahl der Mobilität: Jetzt schon existieren viele Arten von Mobilitätformen. In Städten kann leicht die optimale Form für den jeweiligen Anwendungsfall gewählt werden: E-Roller, E-Scooter, Rad, E-Bike, Fußweg, Taxi, Car Sharing, Bim, Bus, U-Bahn. E-Lastenrad, S-Bahn, Roller, ...
All diese Beratungen kann man auch in digitaler Form verfügbar machen, die möglichst individuell maßgeschneidert sind. Also Inhalte in Abhängigkeit von Daten, die von interessierten Personen kommen, anzeigt. Etwa wenn für eine Person mit Mobilitätseinschränkung ein Transportbedarf besteht und dafür bisher das Auto verwendet wurde, kann man Inhalte anbieten, die Alternativen für diese Problematik aufzeigen.
Diese digitale Form kann auch auf konkrete Mobilitätsangebote verlinken bzw. diese direkt anbieten. Diese digitalen Inhalte sollten online bzw. auf mobilen Endgeräten verfügbar sein, ggf. auch als eigene App.
