Solarenergie auf öffentlichen Immobilien für Sozialeinrichtungen
Von "6er Klimateam"
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In Mariahilf gibt es (zumindest) folgende zwei große Potenzial für Photovoltaik auf stadteigenen Liegenschaften:
- den Wienfluss entlang des Bruno-Kreisky-Parks (freie Fläche nach Süden, daher viel Sonneneinstrahlung ohne Verschattung)
- die Flachdächer des Zentralberufsschulgebäudes (Mollardgasse 87)
Auf dem Zentralberufsschulgebäude hätte laut Auskunft der Schule eine 200 kWp-Anlage Platz. Im Bereich des Wienflusses sind zwei Varianten denkbar (siehe Beilagen): eine vertikale Anlage entlang der nordseitigen Ufermauer (oberhalb der Hochwasserlinie) und des Geländers würde die Wintersonne und die Reflexion am Wasser des Wienflusses optimal ausnutzen, könnte aber auf Schwierigkeiten bezüglich Denkmalschutz stoßen (Otto-Wagner-Geländer). Aufwändiger, aber bezüglich Denkmalschutz weniger problematisch wäre ein den Wienfluss überdeckendes Gestell für Paneele in üblicher Schrägaufstellung. In beiden Fällen wäre eine Leistung in der Größenordnung von grob 100 kWp möglich. Bei einem derzeit üblichen Preisniveau von 2000 € / kWp (von denen Bundesförderungen noch abzuziehen sind) wären solche Anlagen im Rahmen des Klimateam-Budgets umsetzbar.
Anstatt mit der Photovoltaikanlage Gewinn zu erwirtschaften sollte der Strom vor allem sozialen Einrichtungen im Bezirk zur Verfügung gestellt werden, etwa auf dem Wege einer Energiegemeinschaft. Diese Einrichtungen müssten dann für jene Strommenge, die sie gleichzeitig mit der solaren Erzeugung verbrauchen, nur Netzgebühren bezahlen. Über den jeweils aktuellen Verbrauch dieser Einrichtungen hinausgehender Strom könnte vorrangig an Bewohner*innen des 6. Bezirks verkauft werden, die Interesse haben Teil einer Bürger*innen-Energiegemeinschaft zu werden. Die Erlöse daraus könnten für die Instandhaltungskosten der Anlage herangezogen werden, sollten sie diese übersteigen auch für weitere wohltätige Zwecke.
