Stöbergasse wird Klimagasse.
Von "5er Klimateam"
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„Wenn alles gesagt und getan ist, was ist die einzig wirksame Maßnahme..? Setzt Pflanzen!”
Klimagassen sind Stadträume für das 21. Jahrhundert, die durch klimarelevante Maßnahmen, Verkehrsflächen in Grünflächen als Kühlflächen verwandeln. Viele Straßen In Wien müssen nicht mit dem Auto befahren werden. Im Gegenteil: Entsiegelt man nicht nur einzelne Parkplätze, sondern den befestigten Fahrbereich, gewinnen wir vielerorts mehr (Aufenthaltsraum) als wir einbüßen (Verkehrsfläche): Wir verabschieden uns von der autogerechten Stadt, die aus der Zeit gefallen ist und begrüßen die klimagerechte Stadt, in der wir leben wollen.
Die oben beschriebene Transformation von Straßenabschnitten in Klimagassen lässt sich vielerorts im Stadtgebiet realisieren. Besonders geeignet sind „Vorplätze” von Schulen, denen eine neuralgische Bedeutung in der hitzebedingten Stadt(um)gestaltung zukommt und die dringlich eine klimarelevante Intervention benötigen. Was radikal anmutet, rückt ein Blick in die Stadtgeschichte zurecht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Straßenraum oftmals noch unbefestigt, was vor allem vor Schulen bewirkte, dass die „Vorplätze” zur Bespielung genutzt werden konnten.
So viel ist klar: Eine Klimagasse pro Bezirk löst nicht alle Probleme, aber es ist ein richtiger Schritt zum letztmöglichen Zeitpunkt, um die Klimaziele zu erreichen. Die Umsetzung einer prototypischen Klimagasse gibt uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, sie dient aber auch als Bekenntnis, dass wir zu Klimamaßnahmen entschlossen sind. Sie ist zunächst auch eine Einladung an alle Zweifler, sich die verkehrsberuhigenden Veränderungen im Stadtbild anzusehen, deren Toleranz im Schulumfeld leichter fällt. Dennoch, erst in der vielfachen Realisierung an den Hitzeorten der Stadt entfaltet die Klimagasse ihr wahres Potenzial.
Stöbergasse wird Klimagasse.
Der Straßenabschnitt der Stöbergasse, an den zwei Schulen anschliessen — die Volksschule Stolberggasse und das Joseph Haydn-Gymnasium — ist aktuell eine Wohnstraße für Fahrzeuge. Dabei muss dieser Straßenraum gar nicht befahren werden — der Verkehr rundherum fließt trotzdem weiter. Die klimagerechte Maßnahme für diesen potenziellen „Vorplatz” zweier Schulen wäre somit nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze für neue Baumscheiben, sondern die Entsiegelung des Fahrbereiches zugunsten einer Wildblumenwiese. Diese ist kostengünstig, pflegeleicht und schön anzusehen. Die Anrainer*innen und Schüler*innen werden die Aufwertung am meisten spüren und die Profiteure werden sich um ihre Klimagasse kümmern. Die Querung über die Stolberggasse wird mit befahrbaren Rasensteinen ausgeführt. Was sind die Folgen..?
- Die Oberflächentemperatur ändert sich von +51C° (Beton) auf +28C° (Blumenwiese)
- Vegetation als Oberfläche sorgt für
Speicherung von Wasser
Lebensraum für Mikroorganismen
Regeneration von natürlichem Boden
Abminderung der Umgebungstemperatur
Reduktion von Hitze durch Abstrahlung und Reflexion
- Ein neuer Stadtraum mit Aufenthaltsqualität für
die Schüler*innen beider Schulen und
den Kindergarten im Heinehof,
die Bewohner*innen des Heinehofes
- Ästhetische, zeitgemäße Gestaltung des öffentlichen Raumes
- Besonders vulnerable Gruppen werden vor der Hitze der Stadt geschützt
- Eine Hitzeinsel im Fünften wird zur grünen Oase
- Die klimagerechte Stadt
- Zu finden, wenn wir wollen, ab 2024 in Margareten, Stöbergasse (auch leicht möglich: Rainergasse/Kriehubergasse)
- Handlungsfelder: Stadtraum klimafit gestalten, klimafreundlich unterwegs sein, Bewusstsein schaffen und zusammenarbeiten
- Für wen? Anrainer*innen der Klimagasse und Besucher*innen, Schüler*innen beider Schulen, Kindergartenkinder
