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Unnötige Versiegelung von Bodenflächen verhindern

Von "11er Klimateam"

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Ich bin Anrainer vom so genannten Braunhuber-Viertel in Simmering. Also dort, wo früher mal die Firma "Hörbiger Ventilwerke" ihren Standort hatte. Es wurde im Zuge der Vorstellung des neuen Bebauungsplans versprochen, dass es dort Grünflächen geben wird, die einem urbanen Park entsprechen sollen.

Heute kann man dort nachsehen, was aus diesen Versprechungen geworden ist. Ich dachte, ich spinne, als kurz vor der offiziellen Eröffnung des neuen "Stattviertels" plötzlich in der Braunhubergasse etliche Betonmisch-Wagen vorgefahren sind und den doch recht großen Vorplatz zur Gänze zubetoniert haben. Park? Denkste! Und es kam damals noch schlimmer: Nachdem der Beton abgetrocknet waren, kamen einige Arbeiter daher und hatten mit sandstrahlern die Oberfläche aufgerauht, was natürlich eine ungemein große Menge an Feinstaub in der Gegend verbreitet hat.

Alibihalber hat man dann davor noch ein paar Bäume gepflanzt, eingebettet in faustgroßen Kieselsteinen, die ja nur kein Grün-Gefühl aufkommen lassen - und schon im zweiten Sommer haben von den 4 oder 5 Bäumen 3 Stück aufgegeben, war also total kahl und damit tot. Diese wurden und werden immer wieder ersetzt, richtig anwachsen tut dort kein einziger Baum.

Ich verstehe die Bauordnung in dieser Stadt nicht. Auch der Rest des Geländes sieht überhaupt nicht nach "Park" aus, so wie es versprochen wurde. Dort, wo kein (Beton)weg ist, gibt es mehrheitlich Wiese. Eine Wiese, die in der Sommerhitze eher nach Wüste aussieht als nach einer Grünfläche. Dazwischen stehen vereinzelt Bäume. Warum nicht mehr Bäume? Warum nicht auch Büsche? Meine Vermutung: Die machen im Herbst zu viel Mist durch das abfallende Laub, und das bedeutet eben Arbeit.

Mein Vorschlag daher: Es muss verpflichtend eine Begrünung eingereicht werden, bevor der Bau genehmigt wird. Und die Begrünung muss Büsche und Bäume in ausreichender Menge vorsehen, um im Sommer einer Überhitzung zuvorzukommen. Nichts gegen offene Rasenflächen, aber die bringen in Sachen Klima gar nichts. Gerade der angesprochene Vorplatz Ecke Braunhubergasse/Ehamgasse ist im Sommer ein unerträglicher Hitzepol im Grätzel, welchen man leicht umgehen kann, wenn nicht einfach alles zubetoniert wird, sondern eine vernünftige städtische Parkgestaltung gesetzlich vorgeschrieben wird.

Andere Beispiele gibt es massenhaft in Wien. Ich denke da an die beidseigen Plätze am Hauptbahnhof, wo man kaum etwas Grünes vorfindet. Dass man so Hitzeinseln züchtet, liegt doch auf der Hand.

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Letztes Update: 8. August 2022

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