Guten Tag Susann,
wir möchten uns herzlich für deine Teilnahme am Wiener Klimateam bedanken. Es wurden insgesamt 1.100 Ideen abgegeben, darunter sehr viele tolle Einreichungen – wie auch deine Idee. Diese wurden von Expert*innen der Stadt Wien hinsichtlich Wirksamkeit und Umsetzbarkeit geprüft. Eine Auswahl der 241 vielversprechendsten Ideen wird in die nächste Phase geschickt. Für deine Idee hat es leider nicht in die nächste Phase gereicht.
Wir möchten uns dennoch herzlich für dein Engagement und deinen Beitrag bedanken!
Wir freuen uns, wenn du dich für das Projekt Wiener Klimateam weiterhin interessierst, und dich für ein gutes Klima in Wien einsetzt.
Liebe Grüße,
verwirklichte Nachhaltigkeit
Von "11er Klimateam"
Zum Projekt
- Begrünte Straßenbahnschienen-Trassen: Wiesen-Streifen links und rechts der Schienen sowie dazwischen. Da ich das mit großer Freude schon in einer europäischen Stadt gesehen habe, gibt es bestimmt Rasenteppiche, die so gut wie keiner Pflege bedürfen, auch fallweise begangen und befahren werden können. Es sieht nicht nur erquickend aus in all dem städtischen Grau von Asphalt und Beton, sondern wirkt auch als Schadstoff-Filter und gegen Überhitzung der Stadt.
- Förderung für Errichtung überdachter Fahrrad-Abstellplätze in Hinterhöfen und Bepflanzung der leicht abgeschrägten Dächer mit Moos. Immer mehr Menschen benutzen in der Stadt ihr Fahrrad, gesicherte Abstellplätze gibt es bei ihrer Wohnung dagegen kaum. Zahlreiche Liegenschaften verfügen über Höfe, in denen genügend Platz für smarte Rad-Stellplätze wäre, bei denen die Fahrräder versperrt und gleichzeitig regengeschützt untergebracht werden könnten und zugleich durch Dachbemoosung einen mehrfachen Grünbenefit bieten können. Besonders, wenn das Projekt in ganz Wien durchsetzt wird - viele kleine Moos-Dach-Inseln.
- Trinkwasser ist zu wertvoll für Verschwendung (schlimm genug, dass wir es zur Toilettenspülung verwenden!!!) meine Bitte: Ein- Abschalt-Vorrichtung für ALLE Trinkwasser-Brunnen in Wien, damit nicht wie bisher in Summe Millionen Liter kostbares Trinkwasser ungenutzt fließen und so sinnlos verloren gehen. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein. Warum es immer noch viele Wasserentnahmestellen ohne Abdrehmöglichkeit gibt, ist rätselhaft und für Umwelt(ressourcen)-Schützende unverständlich. (Immer wieder haben mir Leute Recht gegeben und das als Irrsinn bezeichnet. - Es wäre höchst an der Zeit, diesen abzustellen, damit es nicht bei einer der nächsten Katastrophen, nämlich Wasserknappheit, heißt: "Ach, hätten wir doch ...!"
- Mehr Bodenschwellen in 30er Zonen! Denn etliche Autolenker/innen erachten offenbar vorgeschriebene Tempolimits eher als gut gemeinten Vorschlag, den sie ignorieren... . Von Auslandsaufenthalten kenne ich eine Art Bodenmatten (aus Gummi?), anstatt der bei uns üblichen Bodenschwellen. Es war beobachtbar, dass Autofahrende diese tatsächlich "beherzigen" und sich bereits dann einbremsen, wenn "zur Erinnerung" unter dem Tempolimit-Schild das Symbol für die Bodenmatten aufscheint. Die dortigen Matten sind schwarz-weiß gestreift, sie könnten bei uns ja rot-weiß gestreift sein.
- Verbot für Heizpilze und dgl. vor Lokalen!!! Durch die (m. E. durchaus entbehrliche!) Ganzjahresöffnung von Gastgärten sind immer mehr Gaststättenbetreibende diesem Unfug verfallen. (Gleichzeitig jammern sie aber über Geldeinbußen?) Schon oft bin ich über den Graben gegangen, wo sogar bei milden Temperaturen Dutzende Heizstrahler in den aneinander gereihten Cafés glühen. (Ich boykottiere derlei Lokale natürlich, stelle es mir aber auch gar nicht angenehm vor, auf Dauer so direkt bestrahlt zu werden.) Solche Außenbeheizungen halte ich für ein gleich mehrfaches Umweltverbrechen, verursachen sie doch 1. Energieverschwendung, 2. zusätzliche Schadstoffe und 3. entbehrliche Klimaerwärmung und nicht zuletzt 4. zusätzliche "Verlockung" zum Rauchen - im beheizten (!) Außenbereich.
- Hausbetreuer/innen, Hausbesorger/innen, Haus-Mediator/innen in Umweltbelangen (fort)bilden, damit diese wiederum als Multiplikatoren fungierend auf Mieter/innen entsprechend einwirken bzw. sie informieren können! Z. B. über richtige Müllentsorgung und gegen das Deponieren von Sperrgut bei den Müllcontainern und in Kellern, gegen das Wegwerfen von Zigarettenstummeln in Grünbereiche und Blumentröge etc. etc. etc.
- Da anscheinend viele Leute schlicht zu bequem, um nicht zusagen zu faul, sind - oder immer noch nicht begriffen haben, wie wichtig Ressourcenschonung und Recycling sind (sorry, aber ich finde, man soll die Wahrheit sagen!): Könnte man nicht zu den üblichen Restmüll- und Papier-Containern zusätzlich einen kleineren Container für Kunststoff und Metall-Abfälle dazustellen. Platz wäre in den meisten Wohnanlagen sicherlich vorhanden, ein zusätzlicher Müllentleerungstag vielleicht sogar Arbeitsplätze schaffen? Jedenfalls hätten auf diese Weise v. a. Getränkedosen, Tetrapackungen und PET-Flaschen mehr Chance auf Recycling.
- Warum haben nicht schon längst sämtliche Gemeindebauten Wiens sowie die öffentlichen Gebäude wie Ämter, Schulen, Spitäler etc. begrünte Hausfassaden sowie Solarpaneele auf den Dächern??? Es wäre höchst an der Zeit, das zu verwirklichen. Im Sinne einer tatsächlich vorzeigewürdigen Klimamusterstadt!
- Und ebenfalls Not-wendig (!) gegen weitere Bodenversiegelung, Zubetonierung, Verkehrsverdichtung, Naturzerstörung, Anbauflächen-Schwund, Ressourcenverschwendung und Spekulationsgier, wäre ein Baustopp, sprich: dem munter fortschreitenden maßlosen Bauwahnsinn endlich Einhalt gebieten! Denn so wie immer noch übertrieben viel gebaut wird bis in die Grüngebiete hinein, und das bei gleichzeitig zahllosen leer stehenden Wohnungen, sind Bezeichnungen wie etwa "smarte" "Klimastadt" Wien reine Lippenbekenntnisse und höchst unglaubwürdig. Schlimm genug, dass schon jetzt der Großteil an im Handel angebotenen Gemüse und Obst nicht aus heimischen Anbaugebieten und Betrieben stammt - auch deshalb, weil unsere fruchtbaren Agrarböden fatalerweise verbaut werden. Unreif geerntete, chemisch behandelte, von weit her transportierte Importware dominiert leider das österreichische (Super-)Marktangebot. Das ist weder gesund noch umwelt- und klimagerecht!
- Es wäre höchst zeitgemäß und Gesundheit sowie Umwelt-, Klima- und Tierschutz geschuldet: in öffentlichen Kantinen, Spitälern, Kindergärten und Schulen drei, in Spitälern, Pensionisten- und Pflegeheimen vier fleischlose Tage pro Woche einzuführen. Gesünder und umweltverträglicher sollte endlich die Devise für die Verköstigung sein!
- Pilotversuch für Supermärkte und Discounthandel: keine "Einmal-Handschuhe" mehr bei den Backboxen bereitstellen, sondern nur mehr (ergonomisch praktische! und angekettete) Greifzangen zur Entnahme von Brot, Gebäck und Mehlspeisen. Man halte sich einmal vor Augen wie viel Müll durch Zigtausende solcher Handschuhe, die nur für ein paar Sekunden Gebrauch erzeugt werden, an einem einzigen Tag allein in Wien anfällt. Müll, der durchaus vermeidbar wäre, Ebenso sollten neben den großen Sackerln, auch kleine angeboten werden, damit die Verpackung der Produktgröße bzw. -anzahl angepasst werden kann. Es ist nicht einzusehen, dass man z. B. zwei Semmeln oder einen Topfengolatschen in ein überdimensioniertes Sackerl geben muss, in das die vierfache Menge passen würde! Auch diese Maßnahme würde Ressourcenschonung und Müllreduzierung dienen.
- Kein Einsatz von Laubsaugern, Laubverblasern (!) und Mährobotern wenigstens im öffentlichen Raum bzw. durch Stadt- bzw. Gemeindepersonal! Diese Geräte verschwenden unnötig Energie, töten Bodenlebewesen, verletzen oder töten Kleintiere. Laubsauger und -verblaser verbreiten überdies Lärm und Gestank inkl. schädlicher Abgase. Eine Schande, dass derartige Produkte überhaupt erzeugt werden dürfen! Sie sollten im Sinne von Gesundheits- und Umweltbewusstsein EU-weit verboten werden. Für das eingesetzte Personal wäre natürliche Bewegung (wie Rechen und Kehren) in Ruhe und guter Luft außerdem gesünder - und effizienter! (Wenn schon das Laub derart akribisch beseitigt wird, was per se fragwürdig ist.)
Ja, es sind viele kleine und einige große Schritte, die getan werden müssten, um das Schlagwort "Nachhaltigkeit" in vernünftigem Maß und zeitnah (!) in konkreten Maßnahmen zu verwirklichen - sowohl in der ganzen Stadt als auch nur in einzelnen Bezirken.
Meine Vorschläge weisen klare Vorteile für ein umwelt- und klimagerechtes und damit gesünderes und zukunftstauglicheres Leben auf, und das bei gleichzeitig so gut wie keinen Nachteileilen oder Einbußen. (außer für Bauspekulanten und Hersteller ungesunder, umweltwidriger Produkte. Aber die sollten sich ohnehin neu orientieren!)
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Letztes Update: 16. August 2022
Veröffentlicht am 16. August 2022
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