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Wohn- und Aufenthaltsgassen als Pilotprojekt in marginalisierten Bezirken!

Von "16er Klimateam"

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Nicht jede Nebenstraße muss von Autos befahren und "Verstanden" werden! Jetzt, nach der Einführung des Wien weiten Parkpickerls wäre der richtige Zeitpunkt, Parkplätze sinnvoll zu reduzieren. Nicht, einen da und dort reduzieren, sondern einzelne Teilbereiche der Nebenstraßen ganz von parkenden und fahrende Autos zu befreien! Viele Nebenstraßen sind nur wenig befahren und könnten sofort umgestaltet werden.

Die Hasnerstraße würde sich natürlich sofort anbieten. Aber ich denke auch an viele kleinere Teilbereiche von Quergassen, die jetzt schon viel Potential aufweisen, wie etwa Ende der Herbststraße oder der Bereich Hyrtlgasse zwischen Herbststraße und Koppstraße und viele mehr....

Besonders Seitenstraßen von stark befahrene Straßen, z.B. Koppstraße, Gablenzgasse, Thaliastraße, Ottakringerstraße, hätten es dringend nötig. In diesen Bereichen des 16. Bezirks gibt wenig Aufenthalts- und Ruheräume, kaum Beserlparks zum kurzen Ausrasten und zunehmend viel, viel Stress im Straßenverkehr.

Aber auch schon grüne und wenig befahrene Seitenstraßen, wie etwa der Bereich in der Lambertgasse oder Wichtelgasse wäre mit wenig Aufwand und Geld schnell zu einer Wohn- und Aufenthaltsgasse umgestalltbar. Auch rund um Parks, der Schmelz, Märkte, Schulen wären echte Wohn-und Aufenthaltsstraßen dringend nötig.

Zentral für richtige Aufenthalts- und Wohngasse ist, dass es in dieser gar keine Parkplätze gibt! Mit Schranken abgetrennt und nur für AnrainerInnen, Einsatzfahrzeugen und für Anlieferungen für den Autoverkehr und RadfahrerInnen befahrbar. Gepflastert mit Pflasterseinen und begrünt mit Bäumen, Büschen, Pflanzentrögen, Fassadenbegrünung viele Sitzgelegenheiten und Wasserstellen, könnten die Seitengassenbereiche zur Erholungsoase werden.

Auch "local free places" sollten in diesen Bereichen geschaffen werden. Plätze, wo die AnrainerInnen selbst gestallten können z.B. eine Sandkiste, Hochbeete, eigene Liegestühle mitgenommen und aufgestellt werden können usw. . Nur indem sich die Menschen "zu Hause fühlen" und Plätze des informellen Austausches geschaffen werden, kann Identität und Verantwortlichkeit im und mit dem eigen Grätzel und Raum geschaffen werden. Was wiederrum sozialen Zusammenhalt und Sicherheit schafft, den wir auch zukünftig sicher gut brauchen können (Corona-Krise).

Auch könnte so ein Bewusstsein geschaffen werden, dass eine Minderheit, nämlich die Autos und AutofahrerInnen 70% des öffentlichen Raumes einnehmen und dieser doch viel sinnvoller für uns Menschen und für alternative Mobilität genutzt werden könnte. Die Verdrängung des Autoverkehrs zu Gunsten, des Rad-, Geh, elektrifizierten Verkehrs könnte so schrittweise passieren.

Die AnrainerInnen könnten Anträge für eine Aufenthalts und Wohnstraße stellen. Es gäbe eine routiniertes schnelles und unkompliziertes Verfahren, wie diese Ansuchen eingereicht werden kann. Es wird mit gut geplante Pilotgassen begonnen und ich denke dass dann zunehmend die Menschen selbst ihre eigenen Gassen als Wohn- und Aufenthaltsgasse nutzen möchten!

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Letztes Update: 5. August 2022

Kommentare(1)

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Die genannte Lambertgasse ist lustigerweise bereits eine Wohnstraße – nur hält sich niemand dran. Autos fahren durch als wäre es eine ganz normale Straße. Ich wäre daher dafür, sie einfach auf der Seite der Ottakringer Straße zu sperren – so bekäme auch diese ein kleines Parklet.

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