Zweck belassen
Von "Partizipatives Grätzlbudget Neubau"
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Wenn man der Straße ihren ursprünglichen Zweck erhalten würde - Verbindung zwischen A und B - Erreichbarkeit von Geschäften und Parkmöglichkeiten, könnte man verhindern, dass die Straße verslummt und statt Geschäften nur noch Fressbuden entstehen.
Entsprechende Beispiele kann man sich wunderbar z.B. in der Ottakringer- oder Thaliastraße anschauen.
In jeder Anfängervorlesung BWL erfährt man, wie wichtig die Standortwahl ist. Wenn man potentielle Kundengruppen (z.B. kaufkräftige Autofahrer) abschreckt, reduziert man das Kundenpotenzial und fördert damit die Abwanderung des Handels.
Kommentare(4)
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Profil von Moritz Kramer
Gepostet von:Moritz Kramer
vor 3 Wochen
Der ursprüngliche Zweck der Straße - laut Wikipedia gibt es die frühesten Zeugnisse für sie zwischen 600 und 1800 v. Chr. - ist natürlich nur durch motorisierten Individualverkehr zu erhalten.
Ach, das antike Rom, bevor es verslummte, als die woken späten Kaiser:innen den Teslas die Parkmöglichkeiten nahmen!
Zum Glück werden unsere Städte zunehmend nicht mehr nur nach Erstsemester-BWL, sondern (auch) durch moderne Erkenntnisse von Soziologie und Stadtplanung konzipiert.
Die Verbindung zwischen A und B, die Erreichbarkeit von Geschäften sowie Halte- und Parkmöglichkeiten sind wichtige Funktionen einer Straße. Aber nicht überall muss das durchs Auto geschehen, ein vernünftiger und unidiologischer Mix macht es. Der ist aber für jede Straße gleich.
Manche Geschäfte oder Gastronomie bedürfen einer Aufenthaltsqualität, die mit Autoverkehr nicht zu erreichen ist. Abgesehen davon wird im 7ten eh schon so viel für Handel & Gastronomie geplant - es leben immer noch viele Anwohner:innen im Bezirk, deren Bedürfnisse nach einem lebenswerten Wohnraum ebenfalls ein Gewicht haben ggü einer Minderheit, die mit dem Auto vors Geschäft fahren will.
Profil von Oliver Albrecht
Gepostet von:Oliver Albrecht
vor 3 Wochen
@Moritz Kramer : Ihre unideologische Theorie scheitert an der ideolgischen Praxis.
Schauen Sie sich einfach den Wandel ehemals beliebter Einkaufstrassen (Ottakringerstrasse, Thaliastrasse, Mariahilferstrasse etc) an. Die "Aufenthaltsqualität" hat dazu geführt, dass auf gut laufenden Einkaufsstrassen verslummte Fressmeilen geworden sind. Aber vielleicht ist das für sie "lebenswerter Wohnraum" und "Aufenthaltsqualität".
De gustibus non est disputandum - ich such halt die Aufenthaltsqualität in meiner Wohnung bzw. in Parks oder einem Freizeitziel, statt einer unideologisch umgebauten Strasse. Ist auch viel ruhiger, wenn nicht dauernd eine Strassenbahn oder ein Bus vorbeifährt.
Profil von Sonja Küng
Gepostet von:Sonja Küng
vor 3 Wochen
@Moritz Kramer Interessant ist ihre Feststellung, dass es sich um eine Minderheit handelt, die im Bezirk mit dem Auto unterwegs ist, bzw mit einem Auto vor das Geschäft fahren will. Schliessen sie vielleicht von ihrer Meinung auf alle anderen und damit auf die Mehrheit?
Mir sind viele Menschen bekannt, die nicht länger die Mariahilferstrasse zum Einkauf nutzen weil es für Menschen, die von weiter her kommen mühsamer ist, ihre Einkäufe plus Kinder in den öffentlichen Verkehrsmittel zu transportieren als in Einkaufszentren am Rande der Stadt diese zu erledigen. Ist für mich ein plausibles Argument. Ich denke die Geschäftsleute des Bezirks werden Veränderungen der Klientel besser kommentieren können. Weiteres hält mittlerweile auch kaufkräftige Klientel vom Besuch des Bezirks die Verunreinigung durch herumlungernde Menschen, die zum Teil in den Eingängen schlafen, ihre Notdurft verrichten und Schmutz und Dreck hinterlassen, ab. Es gibt viele Menschen auf der MAHÜ , jedoch hat sich die Art und Weise des gesellschaftlichen Umgangs mit den öffentlichen Einrichtung und Plätzen durch einen beobachtbaren Wertewandel geändert und hat auch eine andere Kaufkraft mit sich gebracht.
Ein lebenswerter WOHNRAUM lässt sich für jeden anders definieren, - ich wohne nicht auf der Strasse. -sondern nutze diese als Transportweg. Zum Verweilen gibt es Plätze und Lokale.
Aus meiner Sicht zeichnet sich eine moderne soziale Kultur durch AKZEPTANZ von Fussgehern, Radfahrern und auch motorisierten Individualverkehr aus, indem in diesem Fall, Verkehrs Regeln Beachtung finden und Räume erhalten bleiben für deren individuelle Nutzung. Es gibt Gehsteige und Strassen, die all das ermöglichen. Es liegt oft am Unvermögen des Menschen den anderen Verkehrsteilnehmern nicht mit Rücksichtslosigkeit zu begegnen. Da werden Radwege oder Verbreiterungen der Gehwege keine Verbesserung bringen.
Profil von Sonja Küng
Gepostet von:Sonja Küng
vor 4 Wochen
Sie sprechen mir aus der Seele. Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass Zonen für Anrainerparken für AnrainerInnen erhalten bleiben und nicht für Schanigärten, wie es in der Lindengasse von der Pizzeria umgesetzt wurde, Verwendung finden.
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