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klimagerecht statt autogerecht

Mitglied seit 30. Mai 2022

Als Leitbild längst aus der Zeit gefallen, bestimmt sie doch noch unser Straßenbild: die autogerechte Stadt. “Das Leben setzt automobile Subjekte voraus”, hieß es 1959 im gleichnamigen Buch und das sieht man auch heute noch unserer Stadt an. Selbst unsere sogenannten Wohnstraßen schauen aus, als ob darin Fahrzeuge wohnen, anstatt Menschen.

Jede Straße in Wien ist — die Genehmigung dafür vorausgesetzt — auch mit dem Auto zu befahren. Die Oberfläche unserer Wahl ist eine versiegelte, also eine, ohne natürlichen Boden, die kein Wasser aufnehmen und keine Feuchtigkeit speichern kann, in der nichts wächst und keine Organismen leben — toter Boden. Auch dieser hat uns die Hitzeinseln in Wien beschert. Es gibt aber viele Straßen, die gar nicht befahren werden müssen — der Verkehr rundherum fließt trotzdem weiter. Die klimarelevante Maßnahme für diese Straßen wäre also nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze für neue Baumscheiben, sondern das Entsiegeln des Fahrbereiches. Damit gewinnen wir vielerorts mehr (Aufenthaltsraum) als wir einbüßen (Verkehrsfläche): Wir verabschieden uns von der autogerechten Stadt und begrüßen die klimagerechte Stadt, in der wir leben wollen.

Alle von diesem Teilnehmenden eingereichten Beiträge

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Martinstraße wird Klimastraße.

klimagerecht statt autogerecht •vor 3 Jahren „Währinger Boomerang“ schleudert kühle Luft ins Grätzl! 400m2 Grünfläche als Kühlfläche vor dem Bezirksamt (Grätzl-Nordpol) 800m2 Grüninsel statt Hitzeinsel bei der Martin-Luther-Kirche (Grätzl-Südpol) https://vimeo.com/harddecor/martinstrasse-klimastrasse?share=copyDas Projekt des sogenannten „Währinger Boomerangs” entlang der Martinstraße spannt (beginnend) an seinen Rändern — im Norden, dem Grätzl-Platz vor dem Bezirksamt und im Süden, dem Grätzl-Platz um die Martin-Luther-Kirche — einen biodiversen begrünten Mikrokosmos nach dem Konzept der 15-Minuten-Stadt auf. Alle wichtigen Versorgungspunkte des Alltagslebens sind entlang der Martinstraße zu Fuß innerhalb von 15 Minuten erreichbar. Die Strecke zwischen den „Grätzl-Polen” entspricht einer Gehzeit von 15 Minuten. In diesem Sinne ist die so entstehende Klimastraße ein Prototyp auf dem Weg zur (alternativlosen) klimagerechten Stadt. Heute ist „der Großteil des öffentlichen Raums in Währing mit Fahrbahnen und Parkplätzen als Verkehrsfläche genutzt. Straßengrün ist (…) nur in den Teilgebieten (…) zu finden.” (Masterplan Gehen, Währing, 2023). Nach dem Jahrhundert der Straßen in der Stadtplanung, folgt nun das Jahrhundert der Grünräume. „Klimastraßen sind Stadträume für das 21. Jahrhundert, die durch klimarelevante Maßnahmen Verkehrsflächen in Grünflächen als Kühlflächen verwandeln." Viele Straßen in Währing müssen nicht mit dem Auto befahren werden. Im Gegenteil: Entsiegelt man nicht nur einzelne Parkplätze, sondern den befestigten Fahrbereich, gewinnen wir vielerorts mehr (Aufenthaltsraum), als wir einbüßen (Verkehrsfläche): wir verabschieden uns von der autogerechten Stadt, die aus der Zeit gefallen ist und begrüßen die klimagerechte Stadt, in der wir leben wollen.Die oben beschriebene Transformation von Straßenabschnitten in Klimastraßen lässt sich vielerorts im Bezirksgebiet realisieren. Besonders geeignet sind „Grätzl-Plätze”, denen eine neuralgische Bedeutung in der hitzebedingten Stadt(um)gestaltung zukommt und die dringlich eine klimarelevante Intervention benötigen. Was radikal anmutet, rückt ein Blick in die Stadtgeschichte zurecht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Straßenraum oftmals noch unbefestigt, was vor allem vor öffentlichen Gebäuden bewirkte, dass die „Vorplätze” auch wirklich als Aufenthaltsräume genutzt werden konnten.Für die Realisierung im Rahmen des „18er Klimateams” wird deshalb folgender erster Schritt auf dem Weg zur 1. Wiener Klimastraße vorgeschlagen: (Anm.: die neue Flächenaufteilung für Aufenthalt und Bewegung zugunsten Zu-Fuß-Gehender im gesamten „Währinger Boomerang” ist ein Folgeschritt.)Martinstraße wird Klimastraße.Die Martinstraße ist ein stadtrelevanter Straßenzug mit „Grätzl-Plätzen” für alltägliche Nutzungen, die fußläufig erreichbar sind. „Sie sind Treffpunkte und wohnungsnahe Aufenthaltsräume, mit denen sich die Menschen im Grätzl identifizieren.” (Masterplan Gehen, Währing, 2023)Grätzl-Platz vor dem Bezirksamt.Der kurze Straßenabschnitt der Martinstraße vor dem Bezirksamt ist aktuell vom Autoverkehr geprägt. Dabei muss dieser Straßenraum gar nicht befahren werden — es gibt keine Haus- oder Garagenzufahrt, der Verkehr rundherum fließt trotzdem weiter. Die klimagerechte Maßnahme für diesen potenziellen „Vorplatz” wäre somit nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze für neue Baumscheiben, sondern die Entsiegelung des Fahrbereiches zugunsten einer Wildblumenwiese. Diese ist kostengünstig, pflegeleicht und schön anzusehen. Die Anrainer*innen und Besucher*innen des Bezirksamtes werden die Aufwertung am meisten spüren und die Profiteure werden sich um ihre Klimastraße kümmern.Grätzl-Platz um die Martin-Luther-Kirche.Der Bereich Martinstraße/Blumengasse verfügt bereits über Grünflächen, diese sind aber für Nutzer*innen nicht erreichbar. Trotz alten Baumbestandes hat der Ort nahezu keine Aufenthaltsqualität, da Parkplätze, Fahrbahn, Gehsteig, Mauern, Zäune, Müllcontainer den Raum „zerschneiden”. Die klimagerechte Maßnahme für diesen potenziellen „Grätzl-Platz” wäre somit nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze, sondern die Entsiegelung asphaltierten Flächen zugunsten einer biodiversen, hitzeresilienten, insektenfreundlichen, zusammenhängenden Grüninsel.Das Terrain liegt am Rande der Frischluftschneise aus dem Wienerwald (Kaltluftabflussbahn aus Richtung Blumengasse mit hoher Wirksamkeit, lt. Wiener Stadtklimaanalyse) und ist somit für das Bezirksklima von Bedeutung. Deshalb soll nun die Blumengasse auf Höhe Ranftlgasse enden, wo die kühle Nachtluft von der neuen Vegetation aufgenommen werden kann. Der entstehende Grünraum wirkt so im Sommer wie eine Kühlkammer/ein Kältepol und hilft dabei, eine Hitzeinsel im 18ten in eine Oase zu verwandeln. Die Anrainer*innen, die Schüler*innen, die Kinder auf dem Weg in den Kindergarten und die Besucher*innen des Hofs der evangelischen Kirche, der sich außerhalb dieses Projektes möglicherweise in der Folge mit ähnlichen Maßnahmen integrieren lässt, werden die Aufwertung am meisten spüren und die Profiteure werden sich um ihre Klimastraße kümmern. Was sind die Folgen der beiden oben genannten Vorschläge..? Die Oberflächentemperatur ändert sich von +51C° (Beton) auf +28C° (Grünfläche) Vegetation als Oberfläche sorgt für  Speicherung von Wasser Lebensraum für Mikroorganismen Regeneration von natürlichem Boden Abminderung der UmgebungstemperaturReduktion von Hitze durch Abstrahlung und Reflexion Ein neuer Stadtraum mit Aufenthaltsqualität für die Bewohner*innen der Umgebungendie Besucher*innen des öffentlichen Raumes Ästhetische, zeitgemäße Gestaltung des öffentlichen Raumes Besonders vulnerable Gruppen werden vor der Hitze der Stadt geschützt Hitzeinseln im 18ten werden zur grünen Oasen Die klimagerechte Stadt Zu finden, wenn wir wollen, ab 2025 in Währing, Martinstraße Handlungsfelder: Stadtraum klimafit gestalten, klimafreundlich unterwegs sein, Bewusstsein schaffen und zusammenarbeitenFür wen? Anrainer*innen der Klimastraße und Besucher*innen, Schüler*innen auf dem Schulweg, Kindergartenkinder

Herbststraße wird Klimastraße.

klimagerecht statt autogerecht •vor 4 Jahren "Wenn alles gesagt und getan ist, was ist die einzig wirksame Maßnahme..? Setzt Pflanzen!”Klimastraßen sind Stadträume für das 21. Jahrhundert, die durch klimarelevante Maßnahmen, Verkehrsflächen in Grünflächen als Kühlflächen verwandeln. Viele Straßen in Wien müssen nicht mit dem Auto befahren werden. Im Gegenteil: Entsiegelt man nicht nur einzelne Parkplätze, sondern den befestigten Fahrbereich, gewinnen wir vielerorts mehr (Aufenthaltsraum) als wir einbüßen (Verkehrsfläche): Wir verabschieden uns von der autogerechten Stadt, die aus der Zeit gefallen ist und begrüßen die klimagerechte Stadt, in der wir leben wollen.Die oben beschriebene Transformation von Straßenabschnitten in Klimastraßen lässt sich vielerorts im Stadtgebiet realisieren. Besonders geeignet sind „Vorplätze” von Schulen, denen eine neuralgische Bedeutung in der hitzebedingten Stadt(um)gestaltung zukommt und die dringlich eine klimarelevante Intervention benötigen. Was radikal anmutet, rückt ein Blick in die Stadtgeschichte zurecht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Straßenraum oftmals noch unbefestigt, was vor allem vor Schulen bewirkte, dass die „Vorplätze” zur Bespielung genutzt werden konnten.So viel ist klar: Eine Klimastraße pro Bezirk löst nicht alle Probleme, aber es ist ein richtiger Schritt zum letztmöglichen Zeitpunkt, um die Klimaziele zu erreichen. Die Umsetzung einer prototypischen Klimastraße gibt uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, sie dient aber auch als Bekenntnis, dass wir zu Klimamaßnahmen entschlossen sind. Sie ist zunächst auch eine Einladung an alle Zweifler, sich die verkehrsberuhigenden Veränderungen im Stadtbild anzusehen, deren Toleranz im Schulumfeld leichter fällt. Dennoch, erst in der vielfachen Realisierung an den Hitzeorten der Stadt entfaltet die Klimastraße ihr wahres Potenzial. Herbststraße wird Klimastraße.Die Herbststraße und der Straßenabschnitt im Bereich der Volksschule Marie Jahoda School ist aktuell in beide Richtungen für Fahrzeuge geöffnet, hat aber für den Autoverkehr nur untergeordnete Bedeutung. Daher muss dieser Straßenraum gar nicht befahren werden — der Verkehr rundherum fließt trotzdem weiter. Die Volksschule erfüllt bereits die Kriterien einer Schulstraße (temporäres Fahrverbot vor Schulbeginn). Die klimagerechte Maßnahme für diesen potenziellen „Vorplatz” der Schule wäre somit nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze für neue Baumscheiben, sondern die Entsiegelung des Fahrbereiches zugunsten einer Wildblumenwiese. Diese ist kostengünstig, pflegeleicht und schön anzusehen. Die Anrainer*innen und Schüler*innen werden die Aufwertung am meisten spüren und die Profiteure werden sich um ihre Klimastraße kümmern. Was sind die Folgen..? Die Oberflächentemperatur ändert sich von +51C° (Beton) auf +28C° (Blumenwiese) Vegetation als Oberfläche sorgt für  Speicherung von Wasser Lebensraum für Mikroorganismen Regeneration von natürlichem Boden Abminderung der UmgebungstemperaturReduktion von Hitze durch Abstrahlung und Reflexion Ein neuer Stadtraum mit Aufenthaltsqualität für die Schüler*innen zweier Schulen und  die Bewohner*innen der Umgebung Ästhetische, zeitgemäße Gestaltung des öffentlichen Raumes Besonders vulnerable Gruppen werden vor der Hitze der Stadt geschützt Eine Hitzeinsel im Sechzehnten wird zur grünen Oase Die klimagerechte Stadt Zu finden, wenn wir wollen, ab 2024 in Ottakring, Herbststraße (auch leicht möglich: Liebhartsgasse, Koppstraße, Schuhmeierplatz/Hasnerstraße) Handlungsfeld: Stadtraum klimafit gestalten, klimafreundlich unterwegs sein, Bewusstsein schaffen und zusammenarbeiten  Für wen? Anrainer*innen der Klimastraße und Besucher*innen, Schüler*innen zweier Volksschulen

Stöbergasse wird Klimagasse.

klimagerecht statt autogerecht •vor 4 Jahren „Wenn alles gesagt und getan ist, was ist die einzig wirksame Maßnahme..? Setzt Pflanzen!”Klimagassen sind Stadträume für das 21. Jahrhundert, die durch klimarelevante Maßnahmen, Verkehrsflächen in Grünflächen als Kühlflächen verwandeln. Viele Straßen In Wien müssen nicht mit dem Auto befahren werden. Im Gegenteil: Entsiegelt man nicht nur einzelne Parkplätze, sondern den befestigten Fahrbereich, gewinnen wir vielerorts mehr (Aufenthaltsraum) als wir einbüßen (Verkehrsfläche): Wir verabschieden uns von der autogerechten Stadt, die aus der Zeit gefallen ist und begrüßen die klimagerechte Stadt, in der wir leben wollen.Die oben beschriebene Transformation von Straßenabschnitten in Klimagassen lässt sich vielerorts im Stadtgebiet realisieren. Besonders geeignet sind „Vorplätze” von Schulen, denen eine neuralgische Bedeutung in der hitzebedingten Stadt(um)gestaltung zukommt und die dringlich eine klimarelevante Intervention benötigen. Was radikal anmutet, rückt ein Blick in die Stadtgeschichte zurecht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Straßenraum oftmals noch unbefestigt, was vor allem vor Schulen bewirkte, dass die „Vorplätze” zur Bespielung genutzt werden konnten.So viel ist klar: Eine Klimagasse pro Bezirk löst nicht alle Probleme, aber es ist ein richtiger Schritt zum letztmöglichen Zeitpunkt, um die Klimaziele zu erreichen. Die Umsetzung einer prototypischen Klimagasse gibt uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, sie dient aber auch als Bekenntnis, dass wir zu Klimamaßnahmen entschlossen sind. Sie ist zunächst auch eine Einladung an alle Zweifler, sich die verkehrsberuhigenden Veränderungen im Stadtbild anzusehen, deren Toleranz im Schulumfeld leichter fällt. Dennoch, erst in der vielfachen Realisierung an den Hitzeorten der Stadt entfaltet die Klimagasse ihr wahres Potenzial. Stöbergasse wird Klimagasse.Der Straßenabschnitt der Stöbergasse, an den zwei Schulen anschliessen — die Volksschule Stolberggasse und das Joseph Haydn-Gymnasium — ist aktuell eine Wohnstraße für Fahrzeuge. Dabei muss dieser Straßenraum gar nicht befahren werden — der Verkehr rundherum fließt trotzdem weiter. Die klimagerechte Maßnahme für diesen potenziellen „Vorplatz” zweier Schulen wäre somit nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze für neue Baumscheiben, sondern die Entsiegelung des Fahrbereiches zugunsten einer Wildblumenwiese. Diese ist kostengünstig, pflegeleicht und schön anzusehen. Die Anrainer*innen und Schüler*innen werden die Aufwertung am meisten spüren und die Profiteure werden sich um ihre Klimagasse kümmern. Die Querung über die Stolberggasse wird mit befahrbaren Rasensteinen ausgeführt. Was sind die Folgen..? Die Oberflächentemperatur ändert sich von +51C° (Beton) auf +28C° (Blumenwiese) Vegetation als Oberfläche sorgt für  Speicherung von Wasser Lebensraum für Mikroorganismen Regeneration von natürlichem Boden Abminderung der UmgebungstemperaturReduktion von Hitze durch Abstrahlung und Reflexion Ein neuer Stadtraum mit Aufenthaltsqualität für die Schüler*innen beider Schulen und den Kindergarten im Heinehof, die Bewohner*innen des Heinehofes Ästhetische, zeitgemäße Gestaltung des öffentlichen Raumes Besonders vulnerable Gruppen werden vor der Hitze der Stadt geschützt Eine Hitzeinsel im Fünften wird zur grünen Oase Die klimagerechte Stadt Zu finden, wenn wir wollen, ab 2024 in Margareten, Stöbergasse (auch leicht möglich: Rainergasse/Kriehubergasse) Handlungsfelder: Stadtraum klimafit gestalten, klimafreundlich unterwegs sein, Bewusstsein schaffen und zusammenarbeiten Für wen? Anrainer*innen der Klimagasse und Besucher*innen, Schüler*innen beider Schulen, Kindergartenkinder

Enkplatz wird Klimaplatz.

klimagerecht statt autogerecht •vor 4 Jahren "Wenn alles gesagt und getan ist, was ist die einzig wirksame Maßnahme..? Setzt Pflanzen!”Klimaplätze sind Stadträume für das 21. Jahrhundert, die durch klimarelevante Maßnahmen, Verkehrsflächen in Grünflächen als Kühlflächen verwandeln. Viele Plätze in Wien müssen nicht mit dem Auto befahren werden. Im Gegenteil: Entsiegelt man nicht nur einzelne Parkplätze, sondern den befestigten Fahrbereich, gewinnen wir vielerorts mehr (Aufenthaltsraum) als wir einbüßen (Verkehrsfläche): Wir verabschieden uns von der autogerechten Stadt, die aus der Zeit gefallen ist und begrüßen die klimagerechte Stadt, in der wir leben wollen.Die oben beschriebene Transformation von Straßenabschnitten in Klimaplätze lässt sich vielerorts im Stadtgebiet realisieren. Besonders geeignet sind „Vorplätze” von Schulen, denen eine neuralgische Bedeutung in der hitzebedingten Stadt(um)gestaltung zukommt und die dringlich eine klimarelevante Intervention benötigen. Was radikal anmutet, rückt ein Blick in die Stadtgeschichte zurecht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Straßenraum oftmals noch unbefestigt, was vor allem vor Schulen bewirkte, dass die „Vorplätze” zur Bespielung genutzt werden konnten.So viel ist klar: Ein Klimaplatz pro Bezirk löst nicht alle Probleme, aber es ist ein richtiger Schritt zum letztmöglichen Zeitpunkt, um die Klimaziele zu erreichen. Die Umsetzung eines prototypischen Klimaplatzes gibt uns die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, sie dient aber auch als Bekenntnis, dass wir zu Klimamaßnahmen entschlossen sind. Sie ist zunächst auch eine Einladung an alle Zweifler, sich die verkehrsberuhigenden Veränderungen im Stadtbild anzusehen, deren Toleranz im Schulumfeld leichter fällt. Dennoch, erst in der vielfachen Realisierung an den Hitzeorten der Stadt entfaltet der Klimaplatz sein wahres Potenzial. Enkplatz wird Klimaplatz.Der Straßenabschnitt am Enkplatz, der sich vor der Neuen Mittelschule befindet — ist aktuell in beide Richtungen für Fahrzeuge geöffnet. Dabei muss dieser Straßenraum gar nicht befahren werden — der Verkehr rundherum fließt trotzdem weiter. Die klimagerechte Maßnahme für diesen potenziellen „Vorplatz” der Schule wäre somit nicht nur das Entfernen einzelner Parkplätze für weitere Baumscheiben, sondern die Entsiegelung des Fahrbereiches zugunsten einer Wildblumenwiese. Diese ist kostengünstig, pflegeleicht und schön anzusehen. Die Anrainer*innen und Schüler*innen werden die Aufwertung am meisten spüren und die Profiteure werden sich um ihren Klimaplatz kümmern. Der neue Stadtraum schliesst damit an die Parkanlage Enkplatz an. Was sind die Folgen..? Die Oberflächentemperatur ändert sich von +51C° (Beton) auf +28C° (Blumenwiese) Vegetation als Oberfläche sorgt für  Speicherung von Wasser Lebensraum für Mikroorganismen Regeneration von natürlichem Boden Abminderung der UmgebungstemperaturReduktion von Hitze durch Abstrahlung und Reflexion Ein neuer Stadtraum mit Aufenthaltsqualität für die Schüler*innen, Kindergarten- und Hortkinderfür die Bewohner*innen der Umgebung für die Besucher*innen der Kirche Ästhetische, zeitgemäße Gestaltung des öffentlichen Raumes Besonders vulnerable Gruppen werden vor der Hitze der Stadt geschützt Eine Hitzeinsel im Elften wird zur grünen Oase Die klimagerechte Stadt Zu finden, wenn wir wollen, ab 2024 in Simmering, Enkplatz (auch leicht möglich: Greifgasse, Pachmayergasse/Rinnböckstraße) Handlungsfeld: Stadtraum klimafit gestalten, klimafreundlich unterwegs sein, Bewusstsein schaffen und zusammenarbeiten Für wen? Anrainer*innen des Klimaplatzes und Besucher*innen, Schüler*innen, Kindergarten- und Hortkinder

K.u.k. Hof Albertgasse wird Gartengasse

klimagerecht statt autogerecht •vor 1 Jahr Kunst- und klimarelevante Aktivierung der Albertgasse im Bereich des Ludo-Hartmann-Hofes unter Einbeziehung eines Straßenhofes als Beginn einer GartenstraßeIn der Albertgasse 13-17 befindet sich ein eingehegter Raum (Hof), der sinnbildlich für den Anfang einer Gartenstraße steht, die zum Aufenthalt anregt und damit hundert Jahre später einhält, was die ikonischen Säulen in Form von Palmenstämmen seit der Eröffnung 1925 versprechen: Eine grüne Oase als Ort zum Verweilen mit neuer Vegetation, die vor der Hitze schützt. Aktuell befinden sich dort ein Gastgarten und Nutzergruppen, die von einer Gartenstraße profitieren werden: die Mieter*innen des Ludo-Hartmann-Hofes und die Schulgemeinschaft des BGRG8 Albertgasse.Wenn die Übung also gelingt, geht der Vorhof des Ludo-Hartmann-Hofes bald in den Vorplatz der Schule über und vice versa. Wer die Grünraumentwicklung betrachtet, bemerkt, dass dieser Zusammenschluss im Luftraum der Baumkronen bereits erfolgt ist. Jetzt gilt es nur noch, dies auch auf die (Garten-)Straße zu bringen. Die (Garten-)Kunst dient hier gleichsam als Metapher, denn ein Garten ist sowohl dreidimensionales Kunstobjekt als auch der Ort seiner eigenen Vermittlung.

Erlgasse wird Klimagasse.

klimagerecht statt autogerecht •vor 2 Jahren Erlgasse wird Klimagasse: +450 Quadratmeter Grünfläche als Kühlfläche statt Asphalt.Am 26. Juni 2023 wurde in der Wiener Erlgasse das sogenannte „1. Meidlinger Klimamanifest“ veröffentlicht. Für rund ein Monat stand es dort sieben mal drei Meter, weiß auf Beton auf den Asphalt geschrieben: „Du sollst Deine Umgebung entsiegeln.“https://vimeo.com/harddecor/klimamanifestAm 19. Juli 2023 wurde diese Fläche dann tatsächlich mit von der Stadt Wien bestellten Baumaschinen entsiegelt und mit Gräsern und Stauden in eine 140 Quadratmeter große zusammenhängende Grünfläche verwandelt: Erlgasse wird Klimagasse — ein erster Schritt. https://vimeo.com/harddecor/klimagasseKorrektur einer Asphaltfläche zu einer Grünfläche als Kühlfläche, 03.07.2023-27.06.2024Das Projekt ist das Resultat einer zivilgesellschaftlichen Anstrengung, wodurch die Schulgemeinschaft Erlgasse und die Anrainer*innen der Bezirksvertretung ein Stück versiegelte Fläche abgerungen haben, um einen urbanen Grünraum zurückzuerobern. Es steht damit sinnbildlich für einen neuartigen Stadtraum des 21. Jahrhunderts. Sogenannte „Klimagassen“ verwandeln Verkehrsflächen in Grünflächen als Kühlflächen, damit auf das Jahrhundert der Straßen jenes der Grünräume folgen möge. Aktuell dominiert aber immer noch das Auto den Straßenraum dieser Nebenstraße: „68 % des Wiener Straßenraums werden durch Autos beansprucht, während Straßengrün gerade einmal zwei Prozent ausmacht.“ (Furchtlehner & Lička, BOKU). Dies zu korrigieren, um den zweiten Schritt zur Klimagasse zu gehen, dabei soll nun das Wiener Klimateam wie folgt helfen:  Erlgasse 30-32: Erweiterung von naturnahem Grün statt Asphalt bis zur Ratschkygasse Erlgasse 35-39: Errichtung von naturnahem Grün statt Asphalt bis zur Ratschkygasse ____________________________________________________________==> Was gewinnen Nachbarschaft und Schulgemeinschaft ..?+450 Quadratmeter Grünfläche als Kühlfläche statt Asphalt ==> Was verlieren Nachbarschaft und Schulgemeinschaft ..?30 Parkplätze Anm.: Die Fahrspur und der Radweg in der Straßenmitte bleiben in ihrer Breite bestehen. Der Asphalt wird ersetzt durch ungebundene Pflasterungen aus großformatigem hellem Naturstein für bessere Albedo und damit das Oberflächenwasser zwischen den Pflastersteinen versickern kann.--Fotos/Videographien: HDC Architektur. Kunst. Medien

„Egger-Lienz-Platz“ wird Klimaplatz.

klimagerecht statt autogerecht •vor 2 Jahren 750 Quadratmeter Park/Platz statt Parkplatz: „Egger-Lienz-Platz“ wird Klimaplatz. Ecke Spittelbreiten-/Egger-Lienz-Gasse befindet sich als Teil des Gemeindebaus „Theerhof“ ein torähnlicher Durchgang. Dahinter liegt der größte öffentliche Raum der Umgebung, im ansonsten dicht bebauten Blockmuster des Tivoliviertels — ein Parkplatz. Diese 750 Quadratmeter große Beton-/Stellfläche weist alle Ingredienzien einer veritablen Wärmeinsel auf (vgl. Klimakarte, Thermalaufnahme):  100 Prozent Bodenversiegelung  25 abgestellte Fahrzeuge, die wie Heizkörper wirken  mangelnde Kaltluft  das Fehlen von Vegetation und offenem Boden Wir haben es alle gerade erlebt: Starkregen kann auf versiegelten Flächen nicht versickern, sucht sich an der Oberfläche den Weg Richtung Tal und wird zur Bedrohung. Das war aber dort nicht immer so. Die Asphaltfläche steht auf dem Areal des ehemaligen Waldgebietes „Gatterhölzl" und in etwas Entsprechendes soll dieser Platz auch wieder rückgeführt werden. Park/Platz statt Parkplatz.Der neue sogenannte „Egger-Lienz-Platz“ erfährt eine Transformation und wird von einem Parkplatz zu einem klimagerechten Park/Platz. Die Zufahrt über die Rotenmühlgasse bleibt erhalten. Als Referenz für den Straßengarten dient das Gemälde „Ziehende Wolken …“ von Peter Paul Müller, wie Albin Egger-Lienz, Mitglied der gleichen Künstlergruppe, das aus jenem Jahr stammt, in dem auch die Wohnanlage an ihre Mieter*innen übergeben wurde — 1930. Es zeigt die Natur als ein durchwegtes Feld aus Wildblumen, Sträuchern und Bäumen. Laut Egger-Lienz wird durch die Kunst „das Naturbild nicht verändert, sondern beseelt, verdichtet, bedeutungsvoll“. Dafür soll die Gestaltung dieses neuen Grünraums sorgen und für erholsamen konsumfreien Aufenthalt in einem aktuell unnutzbaren überhitzten Außenraum. Bertolt Brecht lässt in einer seiner Geschichten Herrn Keuner erklären: „Ich würde gerne mitunter aus dem Haus tretend ein paar Bäume sehen.“ Darauf fragt man ihn: „Warum fahren Sie, wenn Sie Bäume sehen wollen, nicht einfach manchmal ins Freie?“ Herr K. antwortete erstaunt: „Ich habe gesagt, ich möchte sie sehen aus dem Haus tretend.“ Der Wunsch von Herrn Keuner nach Bäumen in der Stadt, ist legitim und speziell an diesem Wohnort sozial gerecht und notwendig. Das Wiener Klimateam kann diesen Wunsch erfüllen …Egger-Lienz-Platz in ZahlenGröße: 750 QuadratmeterAnzahl Parkplätze: 25Versiegelung: 100% AsphaltGrün: 0% VegetationSonnenstunden: 8-10 h/SommertagTemperaturklasse: WärmeinselKaltluftstrom: mangelhafthttps://vimeo.com/harddecor/egger-lienz-platzQuellen: Stadt Wien - ViennaGIS, Wiener Wohnen: Das Rote Wien, Umweltbundesamt, Egger-Lienz an Rudolf Wacker, St. Justina, 14. 6. 1922, Peter Paul Müller, Bertolt Brecht: Geschichten vom Herrn KeunerIllustrationen/Visualisierung/Videographie: HDC Architektur. Kunst. Medien

1 Baum für jede/n Meidlinger/in.

klimagerecht statt autogerecht •vor 2 Jahren Bezirksverwaldung Meidling innerhalb der nächsten 20 Jahre. “Städte sollten einen Baum pro Einwohner*in einplanen.“ (Umweltbundesamt)Für Meidling heißt das= 5.000 Bäume bis 2025= 100.000 Bäume bis 2045__________________________Für das erste Jahr fehlen in Meidling noch  852 Bäume für den gesamten Bezirk 85 Bäume für das Tivoliviertel ________________________________________Aktuell hat ganz Wien ungefähr so viele Straßenbäume wie Meidling Einwohner*innen hat. Dabei sollte eigentlich Meidling alleine so viele Bäume wie Einwohner*innen haben, folgt man der Empfehlung des Umweltbundesamtes zur Linderung urbaner Hitzeinseln: „Die Pflanzung von neuen Bäumen, die Erhaltung von bestehenden Bäumen und allfällige Ersatzmaßnahmen sollten innerhalb der nächsten 20 Jahre realisiert werden.“ Für das Klimateamjahr 2025 heißt das 5.000 Bäume für Meidling. Der Bezirk hat aktuell 4.148 Straßenbäume, fehlen also noch 852. Ein Blick auf die Karte des Baumkatasters zeigt, dass Straßengrün aktuell ungleich verteilt ist. Während östlich der Meidlinger Hauptstraße, vor allem aber östlich der Längenfeldgasse bereits ein ansprechend dichter Baumraster vorhanden ist, gibt es westlich der Ruckergasse bis zur Schwenkgasse kaum Straßengrün. Im dortigen Tivoliviertel wohnen aber rund 10.000 Meidlinger*innen, also ein Zehntel der Bezirksbevölkerung, macht also 85 Bäume. Und das schaffen wir im Wiener Klimateam, wenn wir diese nicht an Orten vorschlagen, wo ein Baum € 30.000,— kostet, z.B. am und um den neuen „Egger-Lienz-Platz“ beim Theerhof.https://mitgestalten.wien.gv.at/ideas/egger-lienz-platz-wird-klimaplatzDer Meidlinger L-BlockZwei Seiten dichtbebauter Wohnblocks sind besonders vor der nachmittäglichen Hitze betroffen: die Süd- und die Westseite des Straßenraums. Asphalttemperaturen über 50° C sind keine Seltenheit. Der so gebildete L-förmige Winkel bildet die Grundlage zur Untersuchung der Straßenprofile und umrahmt den Möglichkeitsraum für effiziente neue Grünflächen im ausgewählten Grätzl zwischen Spittelbreitengasse und Rosasgasse.--Quellen: Stadt Wien - ViennaGIS, Statistik Austria, MA 23, UmweltbundesamtAnm.: Der Begriff „Bezirksverwaldung“ ist geliehen von Joseph Beuys, 7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung (Kassel, 1982)Illustrationen: HDC Architektur. Kunst. Medien, fokus-n (Quelle)
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